Mer send met em Velo do!
Donnerstag, den 15. September 2011 um 17:16 Uhr

Gespannt und voller Vorfreude wurden die Reisetaschen gepackt und das Picknick zusammengestellt. Aber etwas fehlt doch noch? Ach ja – das Velo! Für einmal liessen wir die Wanderschuhe einen Tag ruhen und absolvierten mit dem Velo einen Teil unserer Reisestrecke. Unser Vorstand wählte dieses Jahr das Oberengadin als Reisedesdination aus.

Mit dem Velo durchs Versamertobel

Erst einmal liessen wir uns mit dem Car chauffieren. Zeit genug also um richtig wach zu werden, zu plaudern oder sich einfach auf das Kommende zu freuen. Unser Car brachte uns über den Hirzel am Walensee vorbei Richtung Chur nach Ilanz. Nun war es an der Zeit unsere Fahrräder zu testen. Vor uns lag eine ca. zweistündige Velotour. Überwältigt von der wunderschönen sonnigen Bergwelt überwanden wir gemächlich Höhenmeter um Höhenmeter. Nicht einmal ein Elektrobike konnte uns hier aus der Ruhe bringen. Und eh wir uns versahen, standen wir bereits auf dem Scheidepunkt – ab jetzt geht’s nur noch bergab - und zwar mächtig. Das Versamertobel mit seinen schönen Aussichtspunkten, dem in der Tiefe vor sich hintreibenden Rhein war definitiv jeden Schweisstropfen wert.

Mit einem „chüschdigen“ Mittagessen schlossen wir unsere Velotour an einem lauschigen Waldspielplatz in Bonaduz ab. Immer wieder interessant, was da so alles aus dem Rucksack gezaubert wird. Auch die Frauen, die sich nicht fürs Fahrradfahren entschieden hatten, stiessen nach einer gemütlichen Wanderpartie wieder zu uns, und gemeinsam freuten wir uns auf unser nächstes Etappenziel – St. Moritz!

St. Moritz – wir kommen!

Wer glaubt St. Moritz sei nur für die High Society gedacht, hat weit gefehlt. Natürlich waren wir nach dem Überqueren des Julierpasses von den pompösen Hotelanlagen in St. Moritz beeindruckt. Von den edlen Segelbooten auf dem verhältnismässig kleinen St. Moritzer See überrascht. Aber alles andere als enttäuscht oder eingeschüchtert, als wir vor unserem schönen Hotel standen und unsere Zimmer beziehen konnten. Ein Spaziergang in den Dorfkern selbst oder um den See war genau das Richtige um den Nachmittag ausklingen zu lassen.

Später erwartete uns ein feines Buffet zum Abendessen. Jede Frau wird verstehen, wenn ich schreibe es war gediegen (kein Kochen, kein Abräumen, heiss essen etc.) Kein Wunder, dass man nicht gleich vom Tisch geht, sondern noch plaudert, lacht und Spässe macht. Dieses Gebaren war sich das Servicepersonal nicht ganz gewohnt, hätte es doch viel lieber bereits das Frühstückgedeck aufgelegt. So verlegten wir unsere gemütliche Runde einen Stock tiefer in die Bar. Nach ein paar fröhlichen Stunden bei Tanz und feinen Getränken fanden dann auch die letzten Frauen ihr Zimmer für ein paar Stunden erholsamen Schlaf.

Sonntagmorgen – es regnet Bindfäden! Geplant wäre eine Panoramawanderung nach Muottas Muragl. Doch statt einem herrlichen Ausblick in die Oberengadiner Bergwelt würde uns wohl eine graue Nebelwand erwarten. Aber auf unsere Reiseleitung war Verlass. Nach kurzer Absprache mit unserem Chauffeur, packten wir unsere Sachen zusammen und überquerten erneut den Julier in Richtung Chur und weiter nach Bad Ragaz. Ich erlaube mir an dieser Stelle unserem Chauffeur nochmals zu Danken. Nicht nur dafür, dass er wetterentsprechend die Reiseroute kommentarlos abänderte, sondern dass er uns souverän über Pässe und durch enge Strassen gutschierte und sich verständnisvoll unseren Magennerven anpasste.

Im Alten Bad Pfäfers wurde kurzerhand ein Tisch für uns  reserviert und so verbrachten wir nach einer kleinen Stärkung noch etwas Zeit an diesem speziellen Ort. Tief bewegend und überaus beeindruckend war die kleine Tour in die Taminaschlucht. Auch wer nichts mit Kraftorten oder heilenden Quellen gemein hat, kann nicht umhin dieser Schlucht mit Ehrfurcht zu begegnen.

Glücklich, gutgelaunt und zudem immer noch Trocken stiegen wir in Bad Ragaz wieder in unseren Car. Die restliche Fahrt nach Ruswil verbrachten wir plaudernd, dösend und überaus zufrieden. Es war einfach toll und zur Nachahmung empfohlen. Ich jedenfalls freue mich schon in zwei Jahren wieder mit den Frauen auf Reisen zu gehen.

 

2011_Vereinsausflug

 

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